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Autor Thema: Vorstellung: Paranoia  (Gelesen 5554 mal)
Arkam
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« Antworten #15 am: Februar 04, 2011, 08:50:45 »

Hallo zusammen,

nach etwas Studium im verbundenen Forum wurde es klar das die aktuelle Mongoose Ausgabe, ehemals Paranoia XP übersetzt wird.
Was ich für sehr viel versprechend halte ist das parallel auch noch ein Abenteuerband erscheinen soll.

Gruß Jochen
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Vikki
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"Teddy will doch nur Spielen....."


« Antworten #16 am: Februar 04, 2011, 23:12:18 »

Huhu!
Ich kenne Paranoia nur aus den Erzählungen von Spielern.
Und es klang immer so wie ein toller Spielabend. Also etwas was man mal für einen Abend zocken kann.
Ich kann mir dafür irgendwie keinen großen Plot vorstellen, der mich jetzt Abend für Abend fesselt.

Was ist an XP so anderst das sie jetzt ein Abenteuerband rausbringen wollen?
Damit man mich jetzt nicht falsch versteht. Paranoia, so wie man es mir vor Jahren erklärt hat, klingt echt Abend füllend.

Gruß Vikki
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Arkam
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« Antworten #17 am: Februar 05, 2011, 01:21:02 »

Hallo Vikki,

an Paranoia XP ist vor allen anders das man es von chaotisch bis dunkel düster spielen kann. Da ist dann tatsächlich auch so etwas wie eine Kampagne möglich.
Aber auch schon für das klassische Paranoia gab es jede Menge fertige Abenteuer und noch mehr englische. Merke spaßige Abenteuer zu schreiben die über ein munteres Klone terminieren hinaus gehen ist gar nicht so einfach.

Ich denke da muss jede Runde ihre persönliche Art zu spielen finden. Paranoia mit etwas weniger Spielleiter Willkür, etwas mehr verlässlichen Regeln und ein paar mehr Möglichkeiten für die Charaktere Hilfe zu bekommen kann auch sehr spaßig sein.
Unter http://www.pen-paper.at/community/index/topic,1493.0.html kann man ja nachlesen wie ich persönlich gerne Paranoia spiele.

Das gleichzeitig ein Abenteuer Band erscheinen soll ist für mich ein positives Zeichen weil man so als Spielleiter schon Mal eher spontan eine Paranoia Runde anbieten kann. Das sorgt dafür das man das System dann auch Mal spielt und nicht nur als Band in der Sammlung auf dem Regal verstaubt.
Besonders gut finde ich das eben erst ein Abenteuerband und nicht einer der reichlich vorhandenen Quellenbände veröffentlicht wird.

Gruß Jochen
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Arkam
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« Antworten #18 am: April 01, 2011, 06:50:05 »

Hallo zusammen,

nach Verlags Aussagen erscheint das deutsche Regelwerk Ende April.

Gruß Jochen
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Arkam
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« Antworten #19 am: April 02, 2011, 13:18:20 »

Hallo zusammen,

unter http://de.groups.yahoo.com/group/ParanoiaRSP/ gibt es eine Yahoo Gruppe zu Paranoia.
Die Anmeldung erfordert die Zustimmung des Admins der Gruppe.
Ich hoffe aber das auch andere Interessierte so schnellen Zugang bekommen wie ich.

Ich hoffe mit der Zeit wird sich dort und auf der Verlagsseite ein reiches Angebot an allem ergeben was dem Spielleiter und den tapferen Troubelshootern den Einsatz erleichtert.

Gruß Jochen
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Arkam
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« Antworten #20 am: November 25, 2011, 17:41:00 »

Hallo zusammen,

ich lese gerade die deutsche Übersetzung des Manticore Verlags. Da mein steter Dienst für den Computer mir nur wenig Zeit lässt bin ich bisher noch mit dem Spieler Teil noch nicht ganz zu Ende. Derzeit lese ich gerade die Tipps für Verräter.

Als Altspieler bin ich über ein paar Kleinigkeiten gestolpert. Das Motto:"Bleiben Sie misstrauisch, vertrauen Sie niemanden halten Sie (immer) Ihren Laser bereit!" wurde durch das immer geändert. Aus den Hohen Programmierern wurden die Hochprogrammierer und noch ein paar solche Kleinigkeiten.
Das stört wirklich nur die Leute die eben seit der Welt der Spiele Ausgabe an andere Begriffe gewöhnt waren.

Die Fertigkeiten sind endlich etwas weiter definiert so das sie tatsächlich Sinn machen. Die Option seinen Charakter nicht mehr zufällig aus zu würfeln sondern Punkte auf die Basisfertigkeiten zu verteilen erscheint auch angemessen.
Zudem gibt es mit den Perversitätspunkten auch eine Möglichkeit für die Spieler eigene und fremde Würfe zu beeinflussen.
Zusammen damit das es inzwischen für die Spieler ein paar Informationen mehr darüber gibt was man wie im Alpha Komplex erwähnen darf macht die neue Fassung den Eindruck als könne man auch langfristig Paranoia spielen.
Auch der Hintergrund wird besser in die Charakter Erschaffung eingebunden.
So ist etwa die Geheimgesellschaft jetzt von der Servicegruppe abhängig. So beim ersten Überfliegen macht es den Eindruck als würden Servicegruppe und Geheimgesellschaft in ihren Anforderungen etwas besser zusammen passen.
Man erwirbt schon bei der Charakter Erschaffung besondere eventuell auch verräterische Ausrüstung und eventuell sogar illegale Fertigkeiten.

Die Servicegruppen konnten sich dem Trend der Zeit und den Hinweisen von CPU nicht verschließen und haben Teile ihrer Zuständigkeit outgesourct. Bisher, auch bei einem kurzen Blick in den Spielleiter Teil, habe ich aber nicht die Auflistungen der verschiedenen Subunternehmen gefunden. Man hat also freie Hand ob man bei den klassischen Servicgruppen bleibt, jede Servicegruppe nur noch aus Subunternehmen besteht oder man hier und dort Mal ein Subunternehmen auftauchen lässt um den Troubelshootern Mal etwas Abwechslung von der ewig gleichen Bürokratie der Servicegruppen zu bieten.
Eine outgesourcte Einsatzleitung stelle ich mir nett vor: "Derzeit ist keine Leitung für Sie frei der nächste verantwortliche Bürger wird in wenigen Augenblicken für Sie bereit sein. Kooperieren Sie und legen Sie bitte nicht auf. Ein Anruf aus dem Festnetz kostet 0,5 Cr pro Minute bei anderen Anbietern können Ihnen abweichende Kosten entstehen." Jetzt kommt etwas Fahrstuhlmusik folgen lassen etwa Fahrstuhlmusik - YouTube
Oder als typische Paranoia Alternative Die Internationale - YouTube .
Bürger die bis jetzt durchgehalten haben bekommen mit Bürger Unfä - HIG -6 extrem kooperativ aber hilflosen Bürger an die Leitung.

Mit der ICH Karte, dem Standard gemäßen Pad für jeden Klon, dem Infrarot Markt und C-Bay haben auch viele moderne Ansätze ihren Weg ins Spiel gefunden. Mir gefällt es ausnehmend gut.

Klone die sich jetzt zu höheren berufen fühlen könnten ja Mal auf ParanoiaRSP : Paranoia Rollenspiel oder auf Paranoia - Ulisses Forum schauen ob sie sich nicht nützlich machen können.

Gruß Jochen
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Arkam
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« Antworten #21 am: Dezember 06, 2011, 20:06:21 »

Hallo zusammen,

so inzwischen bin ich mit dem Regelwerk durch und kann die Neuauflage nur vollkommen empfehlen.

Da wird man sich vielleicht fragen woher der Sinneswandel kommt.
Das liegt vor allen daran das viele Dinge die mich an der englischen Ausgabe gestört haben in der deutschen Ausgabe zwar beschrieben sind aber nicht große Teile des Buches einnehmen aber das Spiel sinnvoll erweitern.
Ohne Dinge wie C-Bay, den Infrarot Markt und die Möglichkeit das Servicegruppen noch Extraaufgaben haben stelle ich mir Paranoia Missionen inzwischen reichlich einseitig vor.
Mit der Möglichkeit den Agenten eines fremden Komplexes zu spielen eröffnen sich viele neue Möglichkeiten.

Zudem ist das Kampfsystem doch einfacher als es sich zunächst las. Ok man sollte erst Mal irgend Etwas treffen. Dann sollte man sich merken um wie viel Punkte man den notwendigen Wurf unterwürfelt hat. Jede Waffe hat einen Mindestschaden und einen Höchstschaden dazwischen findet man eine Zahl die angibt wie viel Differenz man braucht um den Schaden zu erhöhen.
Nehmen wir etwa den Standard Laser mit W3T Schaden. Treffe ich und erreiche nur gerade den Wert so ist mein Ziel verwundet. Habe ich eine Differenz von genau 3 Punkten wird der Charakter verstümmelt. Maximal kann ein Laser einen Charakter töten ein Verdampfen ist also nicht möglich.
Eine getragene Rüstung zieht wenn sie gegen den jeweiligen Schaden hilft eine Verletzungsstufe ab.

Insgesamt macht auf mich die Neuauflage den Eindruck das man den Spielern mehr Gelegenheit zum Rollenspiel gibt als in den vorherigen Ausgaben bei denen man teilweise schon vor dem Beginn des Auftrags sechs Klone verdampft hatte.
Ich halte nach diesen Regeln sogar regelrechte Kampagnen für Möglich auch wenn die Autoren da Probleme sehen. Tatsächlich finden sich im Buch sogar Gerüchte zu Erweiterungen für Troubelshooter der Sicherheitsstufe Blau und sogar zum Spielen von Hohen Programmierern.

Gruß Jochen
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« Antworten #22 am: Dezember 27, 2011, 22:41:44 »

Hallo zusammen,

bei Mr. Bubbles handelt es sich um das erste Abenteuer zur neuen deutschen Paranoia Fassung.
Für knapp 10€ erhält man 35 Seiten Abenteuer in Klebeheftung. Das Innere präsentiert sich dreispaltig und durch Überschriften und Zwischenüberschriften gut strukturiert. Die wenigen Abbildungen sind schwarz weiß. Als Paranoia Oldie mag ich persönlich den neuen Zeistenstil nicht besonders. Die Abbildungen passen aber gut zum Text und über Geschmack sollte man nun Mal nicht streiten.

Sehr angenehm finde ich das die Autoren angeben für welche Art des Spiels, klassisch, sie das Abenteuer gedacht haben und wie man es für die pure Variante anpassen müsste. Hinweise für die Anpassung finden sich auch in den einzelnen Kapiteln.
Die vorgefertigten Charaktere vermitteln tatsächlich so etwas wie eine Persönlichkeit. Ich war verblüfft bei Paranoia Charaktere vor zu finden die man als Spieler tatsächlich auch darstellen kann und die einem vielleicht sogar ans Herz wachsen.

Zum Inhalt des Abenteuers möchte ich nicht zu Viel erzählen. Spam und Putzbots sind aber eine wirklich interessante Mischung. Neben Szenen die man am besten mit dem Laser in der Hand löst gibt es auch Szenen bei denen man mit NPCs interagieren muss. Ja richtig es lohnt sich mit einzelnen NPCs zu reden und man wird auch nicht automatisch dafür terminiert.
Überhaupt meistens nicht zu hohe Sicherheitsstufen und NPCs die ihre ganz eigenen Probleme haben sorgen dafür das man tatsächlich das Abenteuer spielen kann und nicht nur austestet für welche Aktion man nicht terminiert wird.
Der Spielleiter bekommt am Anfang Hinweise wie er seine Spieler lenken kann ohne das es auffällt zu lenken. Was bei anderen Rollenspielen ein klarer Rückschritt wäre empfinde ich bei Paranoia für einen Fortschritt. Denn so lernt der Spielleiter zusammen mit den Abartigskeitspunkten verschiedene Methoden kennen seine Spieler zu lenken ohne Klone terminieren zu müssen.

Mir gefällt Mr. Bubbels ausnehmend gut. Lobenswert finde ich das tatsächlich als erstes ein Abenteuer und nicht ein Zusatzband veröffentlicht wird. Denn Abenteuer sind das was man als Spielleiter braucht. Gerade bei einem System wie Paranoia das gerne als System für Mal eben genutzt wird und wo man dann wenig Zeit für die Vorbereitung hat.

Gruß Jochen
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