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Wie baue ich mir eine Stadt? PDF Print E-mail
Übersicht
Wie baue ich mir eine Stadt?
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Regierungsstadt:
Eine Stadt, die einem König oder Kaiser als Regierungssitz dient, wird in vieler Hinsicht zum Repräsentieren gebraucht. Sie ist ausgestattet mit großen, reichen Kirchen, florierenden Klostern und großen Pfalzen, die selbst fast kleine Städte darstellen. Solche Städte sind meist weitläufiger und planmäßiger angelegt, als andere. Es gibt mehr Villen, und die Viertel der Armen sind manchmal sogar vor die Stadtmauern verlegt. Auch die Verwaltungsgebäude sind größer und auch prunkvoller als anderswo. Aber dies hat auch eine Kehrseite. In solchen Städten gibt oder gab es meist eigenen großen Hinrichtungsplatz und auch einen von der Stadt bezahlten Henker. Außerdem sind die einfachen Leute in solchen Städten viel stärker der Macht der Adligen und der Kirche ausgesetzt, können weniger Rechte für sich selbst in Anspruch nehmen. In solchen Städten sind große Verteidigungsanlagen, Stadtmauern und sogar Festungen und Vorwerke natürlich sehr wichtig. Immerhin gilt es, nicht nur eine Stadt, sondern auch einen König zu beschützen. Natürlich sind Regierungsstädte häufig auch reiche Handelsposten, so dass es auch große Speicher und Märkte, sowie große Handwerker-Viertel gab. Gute Beispiele für solche Städte sind die großen alten Städte, Prag, Sankt Petersburg, Wien, etc.

Festungsstadt:
Festungsstädte sind Städte, die sich allmählich um eine militärische Einrichtung, eine Burg oder Festung gebildet haben. Sie sind meist klein und selbst ungesichert, weil ihre Bewohner im Kriegsfall in der Festung Schutz suchen. Sie sind häufig auf erhöhten Punkten errichtet, von wo man einen weiten Blick über das Land hat und sind konzentrisch um die Burg angelegt. Manche sind sehr dörflich, andere besitzen auch Stadthäuser, doch in der Regel gibt es kaum große und reiche Häuser oder Kirchen und das Handwerk beschränkt sich auf Industrien, die der Versorgung der Festung dienen. Manche Festungsstädte sind sogar nur reine "Bauernstädte" weil sich die Landarbeiter dort ansiedelten, um Schutz vor Plünderungen, Raub und Brand zu haben. Manche dieser Städte wachsen aber in ihrer Bedeutung, durch Handelswege, Regierung oder neue politische Ereignisse, so dass die Festung zwar innerhalb der Stadt bestehen bleibt, aber die Stadt eigene Mauern und eine eigene Verwaltung besitzt. Eine solche Beziehung besteht zwischen Prag und dem Hradschin, während "normale Festungsstädte" noch heute oft in den Kleinstädten im Gebirge zu erkennen sind.


Kainitische Bewohner

Die Anzahl von Vampiren auf eine bestimmte Anzahl von Menschen ist Geschmackssache. Manche Spielleiter gehen von 1: 1000 auf, andere bevorzugen viel größere Verhältnisse wie 1: 5000 oder sogar 1: 10000, um die Ernährung von Vampiren zu ermöglichen. Wie man sich nun selbst entscheidet, hängt davon ab, wie man die Welt sieht... je mehr Vampire, desto mehr Gefahren gibt es natürlich. Desto mehr Intrigen werden gesponnen und desto umstrittener sind menschliche Herden. Wenn man sich aber einmal entschieden hat, sollte man dieses Verhältnis zumindest innerhalb einer Chronik beibehalten, um eine konsistente Welt zu erhalten. Man verwendet dieses Verhältnis, um die maximale Anzahl von Vampiren in einer Stadt zu berechnen. Sollen die Charaktere länger in der Stadt verweilen, zieht man davon besser auch noch die Anzahl der Spielercharaktere ab. Daraus ergibt sich aber die Maximalzahl der NPCs, die im Normalfall nicht erreicht werden sollte, und schon gar nicht überschritten. Natürlich kann man mehr Charaktere kreieren, um eine größere Auswahl zu haben, je nachdem, wie sich die weitere Geschichte entwickelt, aber dann muss man damit leben, dass einige der Charaktere zumindest in dieser Stadt nicht zu Einsatz kommen werden.

Einige Charaktere aber, die bestimmte Posten bekleiden, sollten auf jeden Fall vorhanden sein, selbst, wenn die Spieler ihnen offenbar nie begegnen werden, denn ohne sie ist die Stadt nicht vollständig. Der wichtigste Charakter ist mit Sicherheit der Prinz einer Stadt, meist der mächtigste Vampir, der großen Einfluss auf den Rest der anwesenden Vampire hat, weil er, wenn er mächtig genug ist, nur Vampire in seiner Stadt dulden wird, die ihm genehm sind. Er wird meistens ein Ventrue oder Toreador sein, in manchen Gebieten auch Lasombra oder vielleicht Tzimisce. (Andere Clans sind natürlich auch möglich, aber ungewöhnlicher.) Er kann sehr konservativ sein oder auch eher tolerant, aber wird in jedem Fall versuchen seine Macht zu erhalten. Sollte der Prinz in einer Stadt fehlen, muss es dafür schon einen guten Grund geben. Entweder in Form einer anderen Regierung (Ältestenrat, Demokratie, etc.) oder aufgrund von besonderen Umständen (Flucht, Putsch, plötzliches Verschwinden, etc.). Ein weiterer oft besetzter Posten ist das Amt der Geißel. Die Geißel ist meist ein loyaler Diener des Prinzen und hat die Aufgabe, nicht angemeldete Vampire zum Prinzen zu bringen oder sogar zu vernichten, sowie für die Einhaltung der örtlichen Regeln zu sorgen. Er ist nicht ganz so häufig zu finden, wie der des Prinzen, doch auch hier sollte es gute Gründe geben, wenn er fehlt. Weitere denkbare Posten sind, auch mit Prinzen ein Rat der Erstgeborenen, die Harpyien und der Hüter des Elysiums. Allerdings sind diese nicht zwingend erforderlich.

Außerdem sollten natürlich interessante und geschichtsrelevante Charaktere in der Stadt residieren, dabei sollte man aber darauf achten, dass sie nicht den vorherigen Überlegungen widersprechen. Gegebenenfalls müssen Details angepasst werden.